Schon im Vorstart hatten es die Motorräder nicht leicht.
In dieser Saison standen die Sterne
nicht so optimal für die Enduro-Piloten beim IGE Rennen. Der Himmel ließ
ganz schön runter und die Strecke des MRSC Mernes verwandelte sich in
ein Schlammbad.
Die Strecke war nur sehr schwer zu
meistern, es war schon einiges an Fahrkönnen vorausgesetzt, doch trotz
dieser Witterung waren laut der Interessengemeinschaf Enduro um die 440
Enduristen am Start.
Die Yamaha Tenere 700 wurde nach dem Rennen geborgen!
Für uns war nur Christian Lenz am
Start, er beschrieb schon die Einfahrt in die Box als Herausforderung.
Schon in der ersten Runde fiel die KTM-BREMBO-Bremsanlage am EnduroBoxer
aus. Leider musste er deshalb das Rennen schon sehr, sehr früh
abbrechen.
Die Auffahren waren fast nicht zu meistern!
Wir wünschen ihm für den nächsten Lauf in Schlüchtern in zwei
Wochen mehr Erfolg.
Nach den letzten Jahren die wir erlebt haben, freuen
wir uns wieder auf eine anständige Endurosaison. Nur umso mehr freuen wir uns
über die neuen Termine für diese Rennsaison.
Die IGE hat heute die Termine für diese Saison veröffentlicht:
Die Überschrift dieses Artikels ist aussagekräftig, aber auch nichtssagend. Deshalb habe ich hier eine paar Klarstellungen zu machen. Am Samstag um 15.00 Uhr ging es mit dem Boxer an der Start. In der Zweizylinderklasse der IGE wollte ich auf einer meiner Lieblingstrecken einen schönen Nachmittag verbringen. Die Starterbatterie des Boxers sollte längst ersetzt sein. Doch wir hatten in dieser Saison noch keine neue geliefert bekommen. Irgendwie wirkte sie schon etwas schwach, was aber Einbildung sein kann. Dennoch habe ich mit Elmo zusammen den Boxer mit dem ABSAAR Starter-Booster angeworfen und etwas warm laufen lassen.
Der Spaß beim Fahren ist voll zu sehen !!!!
Der Grip ist genial, der Boxer kann jeden Berg!
Am Start selbst ging alles reibungslos. Die Strecke gefiel mir auf anhieb. Ich hatte das Gefühl sehr schnell, richtig schnell zu sein. Auch die Sprünge und Wellen steckte der Boxer sauber weg. Runde um Runde konnte ich mich nach vorne arbeiten, bis plötzlich der Motor nicht mehr sauber lief. Die Zündung oder die Kraftstoffversorgung müssten das Problem sein. Doch dies im Rennen aufindig zu machen, war nicht leicht. Mein nächster Tipp lag dann auf der Membran im Vergaser. Doch da, ein Ausbremser und der Bock stand da.
Der Reifen kann die Leistung super auf die Strecke bringen
Die Batteriespannung war weg. Schnell schob ich das Ungetüm an und versuchte, weiter auf der Strecke zu bleiben. Es gingen noch zwei, oder vielleicht drei Runden mit massiven Fehlzündungen und einem schwachen Antriebsaggregat. Doch dann war der Strom weg. Ich musste abbrechen. Doch abbrechen, das ist nicht meine Stärke. So zerlegte ich auf der Strecke den Zweiventiler. Verzweifelt suchte ich den Ursprung der für diese Probleme. Als ich erneut an allen Kabeln gespielt hatte und den Anlasserknopf anschließend betätigte, da stieg Rauch von der Starterbatterie aus in die Höhe.
Der Pol hat sich von der Batterie verabschiedet - What a Fuck !!!
What a Fuck. Schnell wollte ich die Leitung von der Batterie trennen, doch das war leichter als gedacht. Ich hatte mit wenig Kraft den ganzen Batteriepol in der Hand. Also raus mit der Kiste und überlegen wie es weiter geht. Im Fahrerlager war leider irgendwie keine Starterbatterie für das grüne Monster zu bekommen. So blieb mir nur der Ausfall. Ich denke ein paar Pünktchen wird es schon für die Meisterschaft gegeben haben.
Manuel Schad mit der KTM 450
Sonntag Morgen war ich dann noch mal 3 Stunden mit der KTM in der Seniorenklasse am Start. Die Strecke war bekannt, doch war sie mit der BMW gefühlt viel schöner zu fahren. Dann war da noch die Umstellung von der Bremse. Da braucht dann immer noch mal zwei - drei Runden. Was aber am schwierigsten war, das war das ständige Überholen. Wir mussten Runde um Runde aufholen. Die Konkurrenz war brutal schnell. Doch das Überholen war einfach die größte Challange. Bei einer dieser Überholmanöver verhakte ich mich in den Lenker eines der Fahrer und flog mit einer wahnsinnigen Beschleunigung aus der Strecke. Wie es halt bei den Prinzessinen so ist. Aufstehen, schütteln, Krone richten und weiter gehts. Der Kampf endetet nicht, die Schmerzen vom Abflug waren nicht förderlich und ich tat mir sehr schwer, die Geschwindigkeit zu halten. Nach drei Stunden Kampf und Staub habe ich leider um ca. 40 Sekunden das Podium verfehlt. So beendetet ich dieses Rennen mit dem 4. Platz.
Manuel Schad mit dem sportlichen Einzylinder am Start!
Ich weiß, wer diesen Kanal aktiv verfolgt, dem erzähle ich nichts Neues, doch auch in diesem Jahr wird es wieder super eng mit dem ersten IGE Lauf.
Ende Oktober haben wir das wir unseren EnduroBoxer in die Ecke geschoben und mit viel Energie nach einem zuverlässigen Hersteller für einen neuen Alutank gesucht. Mit dem Kollegen von Rohleff Tankbau hatte ich ja damals richtig ins Klo gegriffen. Diese Aktion verfolgt mich noch immer.
Nachdem wir den dritten Tank jetzt schon in die Tonne geklopft haben,wollen wir Miseren mit den undichten Tanks nicht mehr erleben. Jetzt greifen wir kurzerhand zu einem Zubehör-Kunststofftank für eine Husqvarna aus dem Jahr 1977 – 1980. Mit diesem 14 Liter Tank sollten die zwei Stunden bei den Zweizylindern kein Problem sein. Ob der Tank auch für drei Stunden gut ist, wird sich noch herausstellen.
Beim Motor war es so, dass die Zylinder einfach nicht mehr fit waren. Der Motor hatte zuletzt nur noch 34 PS und war ständig überhitzt. Die Kolben waren damals (2008) schon gebraucht und die Zylinder wurden aufbereitet. Doch jetzt war nicht mehr viel zu machen. Da nix lieferbar war, also absolut nix, konnten wir auch nicht mit Laufbuchsen auf 1000ccm Upgraden, da diese ebenfalls nicht bestellbar waren. So mussten wir unseren Zylinder auf 1070ccm BOHRUNG 98mm aufbohren.
Das zog einiges an Veränderungen am Block und den Köpfen hinter her.
Hier werden wir euch noch vor dem Rennen ein paar Bilder senden.
Wir sind gespannt, ob wir das Motorrad wirklich bis zum Wochenende fit bringen.
Gruß Manu
Da wir in diesem Jahr nur ein paar Rennen mehr als in 2020 fahren durften und so auf keinen Fall auf unsere gewohnten Einsatzstunden gekommen sind, ist es auf diesem Kanal auch etwas ruhiger geworden.
Deshalb wollen wir diese ruhige und besinnliche Zeit nutzen und Euch einen unserer Gegner in der Zweizylinderklasse (Battle of Twins) vorstellen. Hier geht es weniger um den Fahrer sondern mehr um das Gerät, das Bernhard durch den Dreck dreibt.
Bernhard hat schon von Berufs wegen viel mit dem Produkt Motorrad zu tun.
In seiner Werkstatt entstehen auch die Dieselwiesel. Einzylinder-Chopper mit Dieselaggregat. Eine lässige und coole Idee. Sowas gab es auch mal im Endurobereich mit Smartmotor. Doch das Konzept hat sich im Endurobereich leider nicht durchsetzen können.
Mit was tritt Bernhard Leitner da eigentlich gegen uns an? Es ist eine Zweizylinderzweitakt-Enduro. Er hat diese über viele Jahre in feinster Arbeit zusammengesetzt. Sie besteht aus Teilen verschiedenster
Motorradhersteller und beweist mit den Erfolgen, dass das Konzept gut funktioniert. Das Antriebsaggregat der BELMOTA stammt aus einer Yamaha TZR250 und wurde in unzählig vielen Arbeits- und Endwicklungsstunden auf sein neues Arbeitsgebiet abgestimmt. Bernhard hat die Zylinder und die Zylinderköpfe so angepasst, dass sich das Drehzahlband massiv nach unten verschiebt und er somit auch in den tiefen Geläufen beim Endurofahren klar kommt. Aber auch die Abgasanlage und die Einlassmembranen hat er in Einzelarbeit speziell gefertigt. Der Grundrahmen stammt von einer Yamaha TDR / TZR 350 und vielen Teilen davon, das Heck und der Heckrahmen wurde einer Husqvarna entnommen. Ansonsten sind es viele Teile von den unterschiedlichsten Enduros verschiedener
Enduroschmieden. Der Kraftstofftank einer Yamaha DT80 sorgt für ausreichend Reichweite. Der Kühler stammt ursprünglich von einer Husaberg, die Aluschwinge von einer YZ Yamaha. Das Fahrwerk wurde mit Öhlins Federelementen ausgestattet. Bernhard hat über 15 Jahren an diesem Bike gearbeitet.
Mit diesem Bericht über Bernhards Einzelstück wollten wir unseren Respekt und unser Verständnis für die Schrauberei am Motorrad ausdrücken.
Bernhard, mach weiter so……
Auch in diesem Jahr lud uns der mittelfränkische AMC Bad Windsheim zum IGE zwei- und drei Stunden Endurorennen ein. Wie gewohnt wurde der Boxer erst wieder kurz vor dem Rennen "Ready to Race" fertig. Eigentlich war nicht viel zu machen. Der Alutank hatte wieder etwas geleckt und der Hallgeber der Zündung hatte nach jahrelanger Befeuerung den Dienst quittiert. Doch
just beim Zündungscheck ist uns der Anlasser vom Fernreisefreund hops gegangen. Wie soll es denn auch anders sein?
Maik auf seiner Witzel BMW
Auf der Anfahrt durften wir noch einen kleinen Abstecher nach Bad Windsheim machen. Niggo-Elmo-Elmar musste dort noch seine bessere Hälfte zum Wellness abgeben. Dann waren wir vogelfrei und konnten ins Fahrerlager segeln. Doch leider war es schon wieder sehr düster. Dank unseres Flight Line Marshallers fanden wir schnell unseren reservierten Stellplatz. Mit etwas lustigen Benzingesprächen endete der Tag und der Samstagmorgen startete genauso. Wir hatten Eier und Speck für die Mannschaft und die große Runde hatte schon beim Frühstück recht viel Spaß. Doch nach dem Vergnügen kommt gewissermaßen die Arbeit. Das sagt man doch so?
Christian mit der SWT-BMW im Einsatz
Also, Papierabnahme und dann den Boxer zum Techical Check. Wir waren drei Boxer am Start. Einige Aprillias, eine BMW F 800 GS , eine Yamaha Tenere und eine Belmota 250 (mit Straßenzulassung und offener Leistung "was immer das heißt 😂") eine Motocross mit Zweitaktzweizylinder. Also ein bunter Haufen.
Der RockOil Boxer im Einsatz
Der Start war wie gewohnt um 15:00 Uhr Ortszeit und der Planet Sonne hatte uns voll im Griff. Mein Plan war es, mit dem schnellen Niklas in den Start zu gehen. Doch schon am Start wurde ich gnadenlos abgezogen und versank im Staub. Diesen Zustand musste ich jetzt für zwei Stunden ertragen. Runde um Runde hoffte ich auf Wind und bessere Sichtverhältnisse. Doch beides blieb aus und man fuhr meist im Blindflug über die Strecke. Der Parcours war sehr abwechslungsreich aufgebaut. Die Hälfte war die Motocrossstrecke, die umgeschleift und somit für die Endurofahrer abgestimmt wurde. Der zweite Teil war im Außenbereich der Strecke. Ein benachbartes Feld, das abgeerntet war. Dieses Feld war rutschig und abartig hart. Einfach sehr schwierig zu fahren. Schon in der ersten Runde wurde der IGE Fahrersprecher Rolf Nikolai von einem anderen Piloten überrollt. Die Gefahr war schnell zum Ausdruck gekommen.
Der schicke Witzel Boxer im Einsatz
Somit konnte ich mich hier nicht mehr gehen lassen und versuchte, ohne einen Sturz durch die Rennstrecke zu steuern. Doch wie es kommen musste versetzte sich mein Vorderrad und ich fiel zu Boden. Jetzt einfach auf den Anlasser und weiter ging es. Doch dieser machte keinen Mucks mehr. Also
Anschieben war das Mittel zur Wahl. Das braucht man während eines solchen Rennlaufs bestimmt nicht. Der 3. Platz, auf dem ich die ganze Zeit stand, war nun Geschichte.
IGE Enduro in Bad Windsheim 2021
Trotz meiner Bestrebung, wieder etwas aufzuholen konnte ich meine Platzierung nicht maßgeblich ändern. Der Sturz und der kaputte Anlasser waren immer meinem Kopf. Gegen Ende der Fahrzeit sah ich Maik mit seiner Witzel BMW wie er gegen die Flammen, die vom Vergaser seiner BMW kamen, ankämpfen musste. Ein brennendes Bike, sowas kann man sich nicht mal in seinen schlimmsten Träumen vorstellen. Was für eine Scheiße. Nach dem Rennen und den unbefriedigendem Ergebnis hatten wir einen schönen Abend. Wir bauten der SWT-BMW einen neuen Anlasser ein und klebten den Riss, den ich in den Tank beim Abflug gedrückt hatte, mit Flüssigmetall. So stand dem Rennen am Sonntagmorgen nichts mehr entgegen. Nachts um 2:30 Uhr wurden wir dann von einem Unwetter überrascht. Die Zelte rissen samt Haken aus der Erde. Dies Nacht werde ich so schnell nicht vergessen.
Vor dem Start mit dem RockOil Beast
Der Wecker am Sonntag um 6.30 Uhr war eindeutig viel zu früh. Viel zu nah war noch das nächtliche Erlebnis mit den Easy-Up-Zelten. Aber wer fahren will muss fleißig sein. So wurde der Tank und die Sitzbank angebaut. Getankt und der Ölstand nochmals kontrolliert und dann ging es erneut zum Technical Check und dann gleich in die Box. Die Strecke war fast genau das Gegenteil vom Vortag. Sie war nicht mehr staubig und weich sondern feucht und arschglatt. Was für ein geiles Wetter. Die drei
Stunden hatten mir unter diesen Bedingungen viel mehr Spaß bereitet als die Fahrerei am Samstag und "Nullsicht". Aber die Konkurrenz in diesem Lauf war viel schneller als in der Zweizylinderklasse. So erreichte ich trotz meiner Anstrengung nur den vierten Platz für. Doch wir hatten viel Spaß und immer mal ein Grinsen im Gesicht.
Auf dem Acker zieht der Boxer vorran!
Vielen Dank an den AMC Bad Windsheim für dieses tolle Erlebnis.
Nach einer so langen Abstinenz vom Enduro-Sport haben wir uns sehr gefreut als wir endlich wieder auf die Piste durften. Der IGE 3h Enduro Lauf in Niederwürzbach stand an.
Das Rennen fand an der französischen Grenze in der Nähe von Saarbrücken statt.
Dazu aber später….
Als Vorbereitung für dieses Event musste die Kondition aufgemotzt werden und der Motor, den ich in in Le Touquet zerstört habe, reaktiviert werden.
Der Boxer Motor wurde zerlegt und aufwändig geschweißt. Die Lagerflächen poliert und neuen Gleitlager eingesetzt. Die Nockenwelle gegen eine Siebenrock Asymmetrische ersetzt und über alles nochmal drüber geschaut.
Dann zusammen gesteckt.
Jetzt war die Grundvoraussetzung schon mal geschaffen. Dass es nicht gut ist, wenn ein Bike so lange steht und man direkt auf ein Rennen will, weiß ich schon, doch auch meine Tage haben nur 24 h.
Jetzt zur Anreise. Wir sind erst mal Richtung Stuttgart gefahren. Hier habe ich ein E-Bike TODEM dazu geladen. (TESTFAHRZEUG)
Danach ging es zu Vorholt und Klein nach Schmelz, da dort das Frühstück so wunderbar schmeckt.
Hier hatten wir in der Nacht Kontakt mit zwei maskierten Menschen.
Abenteuerreise also!
Samstag kurz vor knapp sind wir in Niederwürzbach eingetroffen. Das Wetter war heiß und schwül. Die Strecke war vorbildlich vorbereitet.
Für den Boxer manchmal etwas eng, aber absolut sehenswert.
Es waren viele rote Passagen auf der Strecke. Diese wurden uns als Dunkelrot vorgestellt.
Drei gute Steilauffahrten, eine Abfahrt über Paletten, ein Bunker, den es zu überqueren galt, und, und, und. Also für jeden Enduristen etwas dabei.
Für mich war der Start nicht so klasse. Zum ersten Mal hatte ich zwei linke Handschuhe mit zum Start gebracht, dann fing der linke Vergaser an, überzulaufen. Was für ein Start! Aus der Box fuhr ich ca. 1km, dann musste ich den überlaufenden Vergaser regulieren. Doch jetzt lief es dann. Schnell konnte ich in den Flow der Strecke kommen. Die Zeiten waren in meiner Klasse ganz vorne im Feld. Mein Versuch, die meisten ROTEN- Streckenteile zu fahren, zahlte sich aus. Bei den großen Reifen
hatte ich immer Bedenken und der Bunker war zu krass für mich. Doch sonst analysierte ich immer, welches die bessere Linie ist. Nicht immer war der rot gekennzeichnete Streckenverlauf schneller als der grüne! An der langen Auffahrt mit dem Stamm am Ende wurde ich von den Zuschauern
gefeiert. Wie geil! Das ist immer der größte Erfolg. Wie mir diese Zuneigung gefehlt hat!!!
Nach einer kniffligen Auffahrt über Steinplatten legte ich den dicken Boxer auf dem Ventildeckel ab. Wenig später musste ich leider feststellen, dass ich einen warmen rechten Fuß bekam. Die Ursache war
mit Wahrscheinlichkeit das Loch im Ventildeckel, das ich beim Ablegen eingedrückt hatte. Naja. Jetzt war nachdenken und planen angesagt. Wenn ich den Boxer weiter fahre, dann ist der Motor trocken und der Pilot ein Depp. Ich hätte noch 4 Runden ziehen müssen. Für eine Venitldeckel-Reparatur einfach zu knapp. Also raus in die Box und die Punkte mitnehmen.
Für mich war es ein erfolgreicher Tag, und wir wussten, wir können uns für den Sonntag neu aufstellen. Der Motor bekam ein neues Häubchen (Ventildeckel). Die Zündung wurde etwas zurück genommen. Das Fahrwerk deutlich härter gestellt und der Vergaser-Schwimmer kontrolliert. Dann haben wir dem Fahrzeug noch neuen Kraftstoff eingeflößt.
Sonntagmorgen (Johannes Wecker ging schon um 5:30) hatten wir Zeit, alles fit zu machen. Das Starterfeld war wesentlich kleiner als am Vortag. Und bei mir lief es merklich besser. Außer die Reifen, da hatte ich nichts gerissen. Von 8 Versuchen liefen 6 schief. Keine Ahnung was da heute anders war. Aber die schwarzen runden Hindernisse haben mich einfach nicht drüber gelassen. So musste ich hier auf die Umfahrung, die um einiges länger war, zurück greifen.
Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit fing es an zu regnen. Der Bodenbelag war jetzt wie Blitzeis. Ich durfte zuschauen wie einige der anderen Fahrer auf dem Boden lagen. Nun war absolute Konzentration angesagt. Auch die steilen kurzen Auffahrten über die Steinkanten waren
jetzt nicht mehr zu empfehlen. So war immer mehr Grün auf meiner Route. Später dann in der letzten Stunde kam ein kühles und angenehmes Gewitter. Der Himmelgott hatte es nun gut mit uns gemeint. Die Strecke verwandelte sich schlagartig in einen großen Flussrundkurs. Mit dem Starkregen sank auch meine Durchschnittsgeschwindigkeit. Doch alles egal, ich fühlte mich wie ein fünf Jähriges Kind, das in einer warmen Pfütze herum hüpft. Bei mir war jetzt der Spaß an erster Stelle! Mit etwas Vorsicht gepaart konnte ich in diesem letzten Drittel des Wertungslaufs einfach nur Freude haben.
Der vierte Platz war das Ergebnis in der Youngtimer Klasse. Also ein gelungenes Wochenende auf einem tollen Parcours.
Georg Fuhrmann alias GS-KUTSCHA mit seiner SWT-SPORTS Nr. 38
Dieses Mal musste ich Euch mit dem Bericht von Schweinfurt etwas warten lassen. Als Verantwortlicher für diesen Meisterschaftslauf hatte ich viele Baustellen zu bedienen.
Die Zählstelle beim MMC Schweinfurt 1982
Der Streckenaufbau und alles um ein solches Rennen können viel Freizeit rauben. Davon habe ich eh nicht wirklich viel. Jetzt ist das Rennen Vergangenheit und der letzte Lauf der IGE Meisterschaft in Laubus-Eschenbach steht schon vor der Tür. Also rinn in die Tasten und raus mit dem Report.
Mit der RockOil-GS über die Reifenhindernisse
Beim Abstecken der Strecke war noch alles pfurztrocken. Kein Stickel in den Boden zu bekommen. Die großen Kurven haben wir vorsichthalber schon mal mit Paletten abgesteckt und die Holzstickel mit einem Schlagbohrer vorgebohrt. Nur dank der fleißigen Helfer konnten wir den Verlauf der Strecke in den Boden meißeln. Auch die Streckenführung wurde irgendwie doch von allen Helfen mitendschieden, so gab es mehrere „schwere“ Hindernisse, die mit etwas längerer Streckenführung umfahren werden konnten. Jeweils farblich gekennzeichnet mit grüner Schildkröte und roten Hasen. Wer die Strecke vor seinem Lauf nicht richtig in Augenschein genommen hatte, war hier schon im Verzug. Denn die Schilder waren nicht immer sofort einzuschätzen, was für den einen als unbezwingbar gilt, macht der nächste quasi aus dem Handgelenk.
Ganz großes Kino! - Mit der 790 KTM im IGE Rennen
Doch dann kam der Regen! Die Strecke wurde sehr gut gewässert, und war dank des ersehnten Regens völlig staubfrei. Ohne die Wässerung durch den lieben Gott wäre das Wochenende viel zu gefährlich geworden. Denn schon beim Einfahren der Strecke mit wenigen Fahrern hatte es wie wild gestaubt und die Sicht war gleich gen Null. Leider hat uns der Regen auch viele Starter gekostet. Die Unwissenden wussten nicht wie gut der Boden an der Motorsportstrecke des MMC Schweinfurt mit dem Wasser umgehen kann. So musste ich nach dem Rennen mit dem Hochdruckreiniger lediglich kurz mal drüber ziehen und die Kiste war wieder einsatzbereit.
Spaß bei der Auffahrt, mit der RockOil GS mit KLIM Dress
Jetzt zu den Läufen. Am Samstag früh und beim Jedermannslauf durfte ich mit den Teilnehmern mitfiebern. Ich hoffte immer, dass hier kein Unfall oder ähnliches passiert. Mancher der Jedermannsfahrer haben sich aber auch besonders angestellt. Um 15:00 Uhr durften wir mit den Zweizylindern an den Start. In den Boxen standen neben Boxern auch noch eine KTM 790 , die Zweizylinder Yamaha-Suzuki vom Dieselwiesl und die bekannten Aprilias.
Kurz vor der Zählstelle wurde es eng um die Geschwindigkeit zu Reduzieren
Der Lauf ging von den Verhältnissen sehr gut, doch schon nach wenigen Runden fing mein Motorrad bei den hohen Drehzahlen an zu stottern. Kurz vor dem Ende der zwei Stunden konnte ich Öl am Motorblock herausspritzen sehen. Zwei Stehbolzen hatten sich aus dem Rumpf des BMW Motorrad Boxer gezogen. Gleich im Anschluss nach dem Rennen, das ich mit dem ersten Platz beenden konnte, ging es zurück in die Werkstatt und der Schaden wurde behoben.
Reparatur des RockOil-Boxers vor dem Sonntags-Lauf
Sonntag Morgen, Start der Youngtimer, Oldies, Superoldies........
Mit viel Spaß verbunden, das Fahren mit dem BMW Motorrad Boxer
Am Sonntag Morgen hatte es gezählt. Hier musste ich Punkte einfahren, um den Vizemeistertitel zu erreichen und zu sichern. Für den Meistertitel war ich mit den Punkten durch zweimaliges Fehlen (Familienurlaub und EnduroBoxerTreffen) zu weit entfernt. Somit konnte ich nur noch den Vizemeistertitel der 3-Stundenenduro in der Klasse Youngtimer für mich sichern. So ist jetzt schon der Auftritt in LAUBUSCH-ESCHENBACH beim Finallauf nicht mehr so ausschlaggebend aber sichernd.
Tracktion ist hier meist zu viel vorhanden, der SWT-SPORTS Boxer drückt richtig was!
Der Sonntag lief ganz in meinem Sinne, die BMW Motorrad GS schnurrte und die Strecke machte mir besonders viel Spaß.
Ein sichtlich zufriedener GS-Kutscha, ob es am Zweizylinderlauf oder an der Nacht mit mir im WoMo liegt weis ich nicht!
Auch Leon hat seinen Boxer wieder fleißig fliegen lassen!!! RESPECKT
Auch Christian und Leon haben wieder gezeigt wieviel in ihnen und ihren Boxern steckt. Für mich ein absolut tolles Wochenende, doch bin ich auch froh, dass es gut und problemlos über die Bühne ging.
Und Christian weiß auch wie man mit dem schweren Zweizylinder umgeht. Danke für Euren Auftritt!!!