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Mittwoch, 12. Oktober 2022

"Rund um Ohrdruf" 2022 - SWT-SPORTS mit dem Boxer am Start

 

Mit dem dicken Boxer in Ohrdruf am Start
Manuel Schad auf dem EnduroBoxer

Die 3. Internationale MEFO Gelände Zuverlässigkeitsfahrt schimpfte sich das Klassikenduro in Ohrdruf. Zum 40. Vereinsjubiläum wurde es etwas aufgemörtelt und der Verein richtete in diesem Jahr eine Zweitages-Veranstaltung aus.

Rund um Ohrdruf“ fiel dieses Jahr leider etwas ins Wasser. Die Strecke war aufgrund des vielen Regens sehr weich und matschig. Rund 50km wurden für die Veteranen abgesteckt. Der Park Ferme war unmittelbar neben dem schönen Schloss im Schlosspark und bot eine wunderschöne Kulisse.

Vier unterschiedliche Wertungsprüfungen wurden ausgetragen. Als erstes erwartete die Piloten ein Beschleunigungstest auf einem Teerstück, darauf folgte der Test auf der Endurostrecke des Vereins. Wenig später durfte jeder der Enduristen einen Trail-Test ablegen und kurz vor dem Ziel erwartete die Fahrer ein Motorcross-Test unmittelbar an der nahegelegenen Kaserne.


Leider hatte der Wettergott ganz kräftig vor dem Rennen geweint und alles richtig absaufen lassen. Der Start war sehr beeindruckend, direkt im Schatten des klassischen Schlosses durften wir beginnen. Auf einer kurzen asphaltierten Strecke ging es direkt in den benachbarten Wald. Über Feld- und Verbindungswege ging es über tolle Passagen in die wunderschöne Natur. Wir durften Pferdekoppeln, Kuhweiden und große Anteile des militärischen Geländes überqueren.

Für den ersten Fahrtag waren anfangs noch drei Runden angesetzt. Doch aufgrund des starken Regens wurde die Fahrzeit dann doch auf zwei Runden verkürzt. Klar hätten wir noch eine dritte und letzte Runde drehen können, doch körperlich hat das Rennen schon stark an einem genagt.

In der abendlichen Fahrerbesprechung hatte der Fahrtleiter für den Sonntagmorgen noch zwei Runden vorausgesagt. Wir waren gespannt und hofften auf weniger Niederschlag in der kommenden Nacht.

Sonntagmorgen dann, um 10:00 ging es für die ersten Fahrer an den Start. Bis zu diesem Moment hatten sich alle noch auf eine Strecke mit fast 100 km eingestellt. Die Fahrbahn fühlte sich zu dieser Zeit noch mal viel schwieriger an. Auch der Streckenverlauf wurde geändert, wir wurden gegen die Fahrtrichtung auf den Kurs geschickt. Manch eine Auffahrt vom Vortag wurde jetzt plötzlich mit ganz anderen Augen gesehen und war fast nicht zu meistern.

Das Starterfeld war zur dieser Zeit schon fast auf die Hälfte dezimiert.

Ich persönlich fand es eine sehr gelungene Veranstaltung. Regen macht mir nichts aus, er hat das Rennen noch interessanter gemacht. Doch im Trockenen wäre das Wochenende bestimmt noch besser gewesen.

Ein ganz großes Dankeschön an den MC Ohrdruf und die vielen Helfer!

Ich werde gerne wieder bei euch an den Start gehen!

 

 

Mit dem Boxer im Einsatz

Manuel Schad auf dem EnduroBoxer

Eine Bodenprobe, mal schauen was da liegt?!

Im Park Ferme mit dem Boxer

Weitere Bilder hier......

Mittwoch, 29. August 2018

Klassikenduro in Sulzbach – Rosenberg 2018 auf BMW Motorrad Enduro

Jürgen Stahl auf seiner von HPN Motorradtechnik aufgebauten SIXDAYS Maschine

Auch die DAKAR-LEGENDE Eddy Hau war vor Ort.  Eddy Hau und Jürgen Stahl  (von Rechts)
Neben dem IGE Lauf in Bad Windsheim fand auch am selben Wochenende  wieder ein Klassikendurolauf  statt.
 Frank Thräm mit  Franz Herrmann mit dem Steenbock Gespann

Hierzu lud der AMC Sulzbach-Rosenberg ein. Wie es aussieht werden die BMW Motorrad Boxer Treiber immer stärker. Auch bei diesem Lauf waren viele Piloten auf ihren dicken Zweizylindern zu sehen.
Dietmar Kreß auf der SIXDAYS BMW Motorrad Maschine

Die 40. Auflage der Oberpfälzer ADAC Geländefahrt wurde erneut als “Sulzbach-Rosenberg
Classic” ausgetragen. Hier finden die Piloten auf ihren schweren Zweizylinder-Boxer-Enduros eine ideale Gelegenheit, ihren Flat-Twin die Sporen zu geben.
Joachim Gerweck auf der BMW R 100 GS

In diesem Jahr konnten auch Enduro Senioren aus Österreich an der Veranstaltung teilnehmen.  Das Wetter machte es den Piloten mit ihren  historischen Bikes nicht leicht! Der Regen, der rund um den
Austragungsort gewütet hatte, hatte die Strecke scheinbar vergessen.
Gerald Laschinger auf seiner BMW GS


Der  Parcours war knochentrocken und hart. Die Sonderprüfung auf einem Stoppelfeld war wie für einen Boxer abgesteckt. Flüssig und sauber konnte man hier seinen 2-Ventiler durchziehen lassen.
Peter Hofmann auf der klassischen /5 BMW Maschine

Mit einer Streckenlänge von ca. 45 km war der Wertungslauf in Sulzbach-Rosenberg auch für Einsteiger kein Problem. Auch die Zeiten, die der Veranstalter vorgegeben hatte, waren großzügig berechnet. Hier gab es auch Zeit für eine kurze Pause.
Max Braun auf seiner BMW Motorrad Geländesportmaschine

Die Zuschauer konnten bei acht Boxern  war richtig was  sehen. Auch die Küche wurde nur lobend erwähnt. Es wäre toll, wenn diese kleine Gemeinde noch weiteren Zuwachs bekommen würde.

Koser Frank auf der Schek BMW Motorrad GS


Bilder von Gerd Rose

Weitere Bilder hier....











Dienstag, 24. Februar 2015

Saisonstart mit Klassik Enduro in Pfungstadt 2015




Parc Ferme bei der Klassikfahrt in Pfungstadt

Es war ein toller Saisonstart für die Klassikenduroszene in Pfungstadt.
Fast 80 Fahrer haben den Weg zum Enduroverein nach Pfungstadt gefunden.
Dieser hat sich wieder viel Mühe gegeben und unter der Leitung ihres Ersten Vorstandes Ludwig Reinhart ein großes Areal auf den benachbarten Äckern für das Rennen ausgewiesen. Es konnten Fahrzeuge verschiedenster Hersteller vergangener Zeiten gesichtet werden. Teilweise war das Material in seinem ursprünglichen Zustand. Einige Fahrer schafften es auch noch, sich völlig zeitgemäß zu kleiden. Der Motorsportclub Pfungstadt hat hier eine tolle Veranstaltung aus dem Boden gestampft. 
Klassik Enduro im Einsatz

Das Terrain war top für die Klassiker. Der Anspruch war nicht zu hoch gesteckt und der Boden konnte problemlos als „Werksboden“ bezeichnet werden. Es hatte gerade einmal so viel geregnet, dass der Boden schön griffig und staubfrei war. Für eine Auftaktveranstaltung kann man sich eigentlich nichts Besseres wünschen. Auch die Organisation war top gelöst. Die Verköstigung durch den Verein war prima. Auf der Strecke durfte ich Fahrzeuge im Einsatz sehen, die ich mit meinen 35 Jahren gar nicht kannte. So hatte mich die Moto Morini 350 von Frank Eisinger fest in den Bann gezogen. Auch Allen Watson mit seiner Husqvarna CC 250 aus dem Jahr 1964 war beeindruckend. Eine Hercules 250er wie von Ralf Rothmann sieht man heute ebenfalls nicht mehr so oft. Es waren auch Hersteller wie Sachs, Motor Gori, Kawasaki, Maico, Montesa, Honda, Suzuki, SWM, KTM, Kreidler, Fantic - ja auch Laverda war dabei.
Auf losem Untergrund mit der Klassikenduro
 
Toni Schattenfroh hatte seine LöwerSachs 174 im Werks-Gelb aus dem Jahr 1974 am Start.
An der BMW-Motorrad- Front war es leider recht mau. Frank Koser kämpfte sich mit seiner Scheck-BMW von 1972 eisern durch den Parcours.
Man konnte die Klassik – Enduro ´s beobachten, die trotz der kalten Nacht im Parc Ferme am Start zum größten Teil problemlos angesprungen sind. Es gab eine gezeitete Sonderprüfung, eine Beschleunigungsprüfung, einen Geländeslalom und eine Gleichmäßigkeitsfahrt als Prüfungsaufgaben.
Ganz viel Laune haben mir die Hand voll Gespanne gemacht. Leider war hier von BMW Motorrad nichts zu sehen. Bernd Bachert mit seinem BMW EML Gespann und Leo Rackl auf dem WASP Gespann waren nicht am Start. Doch Hennig Rausch mit seinem Sohn auf dem 750ccm EML Suzuki Gespann haben mit ihrem Auftritt den Frust wieder vertrieben.
Familienbande im Einsatz auf dem EML Gespann


Die Kiste hat sich einfach klasse angehört. Auch Bernd Klein auf dem WASP Gespann mit dem legendären XS Motor hat sich gut durch die Strecke gequält.
Für mich war es ein gelungener Sonntagsausflug. Ich freue mich immer, wenn der Pfungstädter Verein etwas veranstaltet.
Ein Hingucker, dsa Wasp Gespann beim Einsatz

Der MC Pfungstadt wurde 1952 gegründet und hat im Endurosport eine lange Tradition. Schon früh hatten sich die Pfungstädter dazu entschlossen, Geländefahrten durchzuführen. Zuerst im kleine Stil mit Runden um 25km, am Ende der guten Jahre für den Endurosport sogar bis zu 45km Rundenlänge. Die Frühjahresfahrten im Februar oder März wurden zu einem festen Bestandteil im Kalender der Werksteams von KTM, Maico, Zündapp und Sachs. Für Gespanne waren die Pfungstädter Termine sogar Deutsche- und Europameisterschaftsläufe. Diese Ära endete leider 1989 aufgrund der Naturschutzauflagen. 


1999 wurde dann die heute kleine Geländefahrt wieder ins Leben gerufen. Diese hat eine Rundenlänge von ca. 15km. Im Starterfeld gibt es eine Klassik-, Einsteiger- und Sportfahrerklasse.
Schek BMW von Frank Koser bei der Klassikfahrt in Pfungstadt

Desweitern brachte der Verein etliche bekannte und auch erfolgreiche Fahrer hervor. Wie z.B. Peter Neumann, der mit Zündapp-Mannschafts-Weltmeister und Sixdays Sieger wurde, oder Helmut Knatz, der sowohl im Gelände als auch auf der Rennstrecke viel Erfolge vorweisen kann.
Nachdem für die Pfungstädter 1990 durch die aufkeimende Naturschutzbewegung sowohl ihr Trainingsgelände als auch die Genehmigung für ihre Geländefahrten verloren war, war der Verein quasi zum Sterben verurteilt.
Auf 55 Mitglieder geschrumpft verdanken die Pfungstädter ihren hartnäckigen noch lebenden Gründungsmitgliedern, dass es diesen Verein noch gibt. Vor acht Jahren konnten sie dann die Eröffnung ihres neuen Trainingsgeländes feiern. Das kleine aber feine Gelände mit einer Streckenlänge von rund 1100m, einer Kinderstrecke und einem Trial-Areal bietet jedem Endurofahrer reichlich Trainingsmöglichkeiten.
Hoffentlich schaffe ich es, in Zukunft die Termine der Pfungstädter wahr zu nehmen.