Dienstag, 18. Juni 2013

Brandheiße Angelegenheit in Dieskau

Nach der langen Regenzeit hat uns der Wettergott mit Sonnenschein und einer kühlenden Brise auf der Crossstrecke bei Halle a. d. Saale begrüßt. Diese war vom vielen Regen der letzten Tage gut gewässert, somit erwarteten uns ideale Bodenverhältnisse.

Beim Abstecken des Parcours hat sich Rolf Nikolai wieder sehr viel Mühe gegeben. Ich glaube man kann sagen, er hat das Beste rausgeholt.
Wie schon gewohnt erwartete die zwei Boxerfahrer eine italienische Übermacht in der Twinsklasse. Verstärkt wurde ich vom meinem alten Freund und Mitstreiter Jörg Völker, der mit seiner HPN-BMW an den Start ging. Während dieses Laufes hielt sich die Sonne etwas zurück, was uns beim Fahren auf dem eng abgesteckten Rundkurs sehr gelegen kam.
Unser Fight über die zwei Stunden war hart. Michael Henss fuhr mit seiner Aprilia den ersten Platz mit einem großen Abstand zu den Kontrahenten. Der Kampf um den zweiten und dritten Podiumsplatz war viel spannender. Hier zählten Sekunden. Ich konnte glücklicherweise den Lauf mit dem zweiten Platz beenden.
Am Sonntag Morgen aufgewacht, war reges Treiben im Fahrerlager zu bemerken. Kurz nachdem ich die Augen richtig geöffnet habe, bemerkte ich das Polizeiauto, das vor meinem Transporter parkte. "Sind die wohl hier weil ich gestern rechts überholt hatte?",  dachte ich erst. Einmal von der Neugier erfasst musste ich aus dem Wagen und wissen was da los war. Ich traute meinen Augen kaum: Jörgs HPN ist in der Nacht abgebrannt und hatte fast die zwei Motorräder, an die sie angekettet war, mit entflammt. Auch das benachbarte Wohnmobil musste in Windeseile gerettet werden.

Nach einer kurzen Erholungspause beim Frühstück ging es auf der leicht abgeänderten Strecke in der Youngtimerklasse wieder an den Start. Mit der Startnummer zwei versehen konnte ich in der ersten Box direkt den Kampf antreten. Die erste Runde fuhr ich um die Streckenführung kämpfend gegen einen KTM-Fahrer aus einer anderen Klasse. Hier waren die Rundenzeiten schon kürzer als am Vortag. Während des ganzen Rennens versuchte ich dieses Tempo beizubehalten. Dies machte sich im Ergebnis bemerkbar. Die BMW und ich, wir siegten und führten den ganzen Lauf auf dem ersten Platz. Was für ein Wochenende.

Donnerstag, 16. Mai 2013

IGE Lauf in Rottleben

Am Wochenende fand der erste Lauf der IGE auf der Bahn in Rottleben statt. Die Crosstrecke, auf der schon einige ECHT-Läufe ausgetragen wurden, war top für die Fahrer hergerichtet.
In Rottleben angekommen, machte die Anfahrt zur Strecke echte Probleme, auch das Fahrerlager war durch den andauerten Regen völlig bodenlos. Am Samstag im Jedermannslauf gab es ein paar Abflüge, bedingt durch die rutschigen Streckenverhältnisse. Das bedeutete für mich, dass ein neuer Pneu meine Felgen bekleiden sollte. Schnell zum Reifenservice und das Mousse und den Sixday´s -Tire gewechselt somit war ich gut für den Lauf vorbereitet.
Zu Beginn waren die Bodenverhältnisse griffig, doch dann kam plötzlicher Regen, der die Strecke in eine unfahrbare und sehr glatte Rutschbahn verwandelte. Die Table waren nicht mehr zu springen und auch die Anlieger versanken im Wasser. Nach einer Stunde Fahrzeit verabschiedete sich mein Hallgeber. Ich musste die Kiste vom anderen Ende der Bahn bis zur Box schieben, doch 20 Minuten später, mit neuer Technik ausgestattet, konnte ich den Kampf wieder aufnehmen. Hier in der Battle of Twins hatte es leider nur für den fünften Platz gereicht.
Am Sonntag Morgen um 9:00 Uhr das selbe Bild. Die Strecke nass und verregnet. Doch die Sonne hielt sich eisern während den ersten zwei Stunden über dem Gelände. Die Gegner hatten für Ihre Youngtimer top Verhältnisse. Ich hatte den Gaszug schon fast aus dem Vergaser gerissen und konnte trotzdem gegen die 125 EXC von Tino nichts ausrichten. Die Technik meiner BMW-Enduro war OK, hier mangelte es an nichts. Nur die stark Moto-Cross lastige Strecke machte mir zu schaffen. Die schwere BMW zog mir die Arme aus den Schultern.
Jetzt wünschte ich mir die rutschigen Verhältnisse vom Vortag. Und da kam es, wie aus dem nichts. Die Wolken gaben ihr Bestes dazu. Die Strecke war in wenigen Minuten so voll mit Wasser, dass man ein Schlauchboot gebraucht hätte. Tino verlor mit jeder Runde massiv an Vorsprung. Ich konnte den Lauf als erster mit einer Runde vor der KTM beenden. Ein tolles Ergebnis für die Meisterschaft, der dritte Sieg in Folge in dieser Klasse!

Sonntag, 12. Mai 2013

Simo Kirssi am Start für SWT-SPORTS

Am gestrigen Samstag fuhr der schnelle Finne in der Teamklasse mit Tim Apolle (16 Jahre) in Rottleben bei der IGE. Tim der eigentlich mit der 125er Husaberg die GCC und Enduro Europameisterschaft bestreitet, hat für diesen Event eine 250 4T Husaberg vom Team Hornik mitgebracht.
Die Strecke wurde aufwendig mit viel Liebe zu einer fünf Kilometer langen IGE-Meisterstrecke umgesteckt. Die beiden Rennfahrer fegten über den Boden als gäbe es kein Morgen mehr. Mit einem großem Vorsprung gewannen die Zwei die Teamwertung!
Heute am Sonntag ging Simo nochmals an den Start. Auf einer von Husaberg gestellten 450er 4T wollte er es nochmal wissen und startete in der Klasse 2. Die Streckenbedingungen waren anfangs noch sehr gut.
Man hätte hier von Werksboden sprechen können. Doch sehr starke plötzliche Regenschauer verwandelten die Strecke zu einer spiegelglatten Fahrbahn. Ebenfalls mit viel Vorsprung zu den jungen talentierten IGE Piloten gewann Kirssi diese Klasse.
Zweimal erster Platz für den schlanken Finnen beim IGE-Lauf in Rottleben.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Rutschige Angelegenheit in Schrecksbach

Der zweite Lauf der IGE erwies sich als totale Schlammschlacht. Die Strecke war vom austragenden Verein klasse vorbereitet. Abwechslungsreich und anspruchsvoll sollten die Renntage werden. Auch für die Zuschauer war alles gerichtet. Doch die Regentage kurz vor der Veranstaltung veränderten die Bodenbedingungen drastisch. Aus rotem, staubigem Sand wurde eine glitschige und klebrige Masse. Bodenlos war das richtige Wort.
Am Samstag im Jedermannslauf konnte man auf Anhieb feststellen, dass die meisten Fahrer auf solche Bedingungen keine Lust hatten. Die Boxen waren für diesen Lauf recht leer. Nach dem Start wurde das Fahrerfeld nochmals ausgesiebt, da viele der unerfahrenen Enduristen die ersten Auffahrten nicht bezwingen konnten.
Das Rennen der  „Battle of Twins“ am Nachmittag wurde  nur zwischen Michael Henss und mir ausgetragen. Alle weiteren Mitstreiter hatten Probleme mit dem Material oder den Streckenverhältnissen. Mein Ergebnis war hier dann der zweite Platz nach zwei wirklich anstrengenden Stunden.
Für den Abend hatten die Schrecksbacher eine Live-Band organisiert. Hier konnte man sich bei guten Rockklängen erholen.
Am Sonntagmorgen fanden wir ähnliche Streckenverhältnisse wie am Vortag vor. Somit wurde dieser Lauf von drei auf zwei Stunden reduziert. Die BMW hatte ich mit ein paar Fahrwerkseinstellungen etwas besser auf die Strecke abgestimmt,was am Ende aber nicht wirklich viel brachte. Wie am vorangegangenen Renntag sah das Fahrerfeld wieder sehr klamm aus.
Ich kämpfte mich also zwei lange Stunden durch den oft unfahrbaren Untergrund. Nach einer Stunde waren die Spurrillen so tief, dass sich mein Schalthebel komplett nach hinten bog und ich nur noch im ersten Gang weiter fahren konnte. Ab hier war ich auch schon konkurrenzlos in Führung und zog einfach für mich weiter.
An sich finde ich solche Streckenbeschaffenheiten nicht schlecht und komme, finde ich, damit auch gut klar. Doch die Muskeln und Knochen taten mir schon während der Fahrt ganz schön weh. Mit der vollen Punktzahl in der Meisterschaft wurde ich für die Strapazen belohnt und konnte einen Pokal für den ersten Sieger mit nach Hause nehmen!

Dienstag, 16. April 2013

Toller Auftakt in Aarbergen

Anspruchsvolle Schlammpassage
Der MSC Michelbacher Hütte hatte sich am Wochenende wieder ins Zeug gelegt und eine großartige Veranstaltung auf die Beine gestellt. Schon am Samstag Mittag im Jedermannslauf konnte man sehen wie effektiv die Werbung war und wie begehrt der Event in Aarbergen ist. Fast hätten die Boxen dem Fahreransturm nicht stand gehalten. Zwischen den Hardenduros konnte man Exoten wie eine sehr schön erhaltene Schek-BMW, eine modifizierte HP 2, eine getrimmte R 1200 GS, eine gestrippte African-Twin und vieles mehr sehen. Leider musste ich feststellen, dass diese Teilnehmer in der falschen Klasse gestartet sind. Sie hätten doch lieber unsere "Battle of Twins" -Klasse stärken sollen.
Die Bodenbeschaffenheit war, bis auf wenige kleine Ausnahmen, sehr gut für das Auftaktrennen geschaffen. Mir persönlich haben leider die von Aarbergen bekannten steilen und anspruchsvollen Auf- oder Abfahrten gefehlt. Eine kurze aber tückische Schlammpassage machte den Piloten zu schaffen. Hier eingesunken und der Lauf war Geschichte.
Nach dem Jedermannslauf waren wir an der Reihe. Die Anspannung machte sich bei mir bemerkbar. Das Fahrerfeld meiner Klasse bestand fast nur aus italienischen Sportmotorrädern. Die Strecke war in den drei Stunden seit dem Start des zweiten Laufes sehr abgetrocknet und mein Weichbodenreifen zeigte sich als eine Fehlentscheidung. Auch lag mir der Streckenverlauf nicht ganz so. Sie war schnell abgesteckt mit vielen engen Kehren, jedoch ohne die anspruchsvollen Auf- oder Abfahrten, die zu meinen Stärken zählen. Jörg hatte sich schon in den ersten Runden den Brustkorb an seiner HPN gequetscht, als er diese auf der Geraden aufs Hinterrad zog und kurz darauf abstürzte. Eine der modernen Aprilia´s hatte Probleme mit der Befestigung des Heckrahmens und eine weitere fiel wegen  eines Elektrikschadens aus. Dank dieser hohen Ausfallquote in meiner Klasse konnte ich mich auf den dritten Podiumsplatz hangeln.
Am Sonntagmorgen bei den Youngtimern war ich neu aufgestellt. Die BMW hatte Hartbodenreifen auf den Felgen. Der Streckenverlauf war mir bekannt und vertraut. Die Gaszüge des Boxers waren neu geölt und ein Check am Fahrzeug war durchgeführt. So vorbereitet kann man bedenkenlos an den Start gehen. Nach den ersten beiden Runden wurde mir sofort klar, dass die Reifenwahl diesmal die richtige war. Die Runden vergingen wie im Flug, ich fuhr als hätte ich ein Messer zwischen den Zähnen. Runde um Runde wurde ich schneller. Den Tankstopp nach zwei Stunden wollte ich noch gar nicht wahr haben. Als ich dann drei Runden vor dem Zieleinlauf den ersten Platz von meinem Betreuer signalisiert bekam war die Freude groß.

Doch jetzt musste ich noch konzentriert bleiben. Kein Fahrfehler sollte dieses Ergebnis trüben. Nach fast drei Stunden Fahrzeit kam mir die Wartezeit auf die Bekanntgabe des Endstandes wie eine halbe Ewigkeit vor. Doch das Endergebnis war klasse: Platz eins für den Boxer in der Youngtimerklasse!
Somit hatten wir alle ein erfolgreiches Wochenende mit tollem Wetter und freuen uns schon auf das nächste mal in Aarbergen. Ein Dank an den MSC Michelbacher Hütte für diese Veranstaltung.

Sonntag, 7. April 2013

Neue Fußrasten aus edlem Stahl

gerade fertig geworden...

die neuen Fußrasten für den harten Einsatz!