Donnerstag, 8. Juli 2010

Was lange währt wird endlich gut

Geht es euch nicht auch manchmal so? Man sitzt  im Gasthaus, bestellt sein Essen und ist überzeugt,  die richtige Wahl getroffen zu  haben. Sobald der Tischnachbar jedoch seine Mahlzeit serviert bekommt, kommen einem oft schon wieder Zweifel.
Was ich damit sagen will, ist, dass man bei seiner bereits getroffenen Entscheidung sehr schnell ins Grübeln kommen kann.



Nachdem das Konzept mit unserem Rahmen und der Schwingeneinheit so gut funktionierte, hatten wir viele Anfragen von Kunden, die sich selbst einen Traum mit einer BMW Sportenduro auf Basis eines Zwei-Ventilers
verwirklichen wollen.
Die Ersatzteilversorgung für solche Umbauten habe ich im letzten Jahr gut in den Griff bekommen und mit der Arbeit des YSS-Federbein war ich auch immer zufrieden. Nun musste ich aber aufgrund der Rohmittel-
knappheit und den sich daraus ergebenden Lieferschwierigkeiten Ausschau nach einem alternativen Hersteller halten.
Mit den Schweden habe ich nun einen Hersteller gefunden, der pünktlich liefert, eventuelle Ersatzteile schnell beschaffen kann und flexibel ist. Das Öhlins-Federbein hat mich nicht nur zufrieden gestellt, sondern völlig verblüfft. Auch als dann auf dem Preisschild fast das doppelte Stand konnte das meine Meinung nicht ändern. Nun konnten wir 95 mm Hub mit Ausgleichsbehälter, einer stabilen Federgabel und einer großen Auswahl an Federraten realisieren.



Dies hat zur Folge, dass die BMW im Einsatz nun viel agiler ist, mehr Leistung auf die Straße bringt und einen sehr großen Federkomfort bietet. Ich bin absolut davon überzeugt, dass dieses Federelement eine gute Wahl war und uns in der Kuh einer Menge Spaß bereiten wird.

Freitag, 25. Juni 2010

SWT-Enduro in BMW Motorräder Sonderheft

In der aktuellen Sonderausgabe von BMW Motorräder Nr. 34 (Juli - September 2010) ist ein Bericht von Manuel Schads SWT-Enduro.

Erhältlich ab sofort am Kiosk!

Freitag, 18. Juni 2010

Umbau Zündung

Während des ersten Laufes, in Aarbergen 2009, mit der frisch zusammengebauten BMW ist uns die Zündung ziemlich schnell verraucht. Jetzt nach über einem Jahr haben wir eine überarbeitete Version der Kickstarter - Zündung erhalten. Diese unterscheidet sich in ihrer Ausführung deutlich von der Ersten. Der Rotor, der an der Kurbelwelle montiert wird, hat nun zwei Markierungen und das Kabel, das uns im letzten Jahr das Aus beschert hat ist jetzt aus einem völlig anderen Werkstoff gefertigt. Laut Aussagen des Herstellers besteht es aus einem sehr temperaturunempfindlichen Silikonkabelverbund. In der letzten Saison ist das Kabel am Motorblock völlig zusammengeschmort und hat daraufhin seinen Dienst quittiert. Nun steht die BMW schon vor dem fünften Rennlauf und es hat alles ganz gut funktioniert, also wagen wir jetzt den Schritt und verbauen die neue Zündquelle. Im Lieferumfang ist die Zündbox, eine Zündspule von PVL mit Zündkabel und der Rotor für die Kurbelwelle enthalten.

Das Anspringen mittels Kickstarter ist bei einem kalten Motor nicht wirklich besser. Auch wenn man mit dieser Zündung bei jedem Kick einen sehr guten Zündfunken sehen kann, bringt sie nicht den gewünschten Erfolg. Bei der ersten Probefahrt habe ich die Kuh gleich an einer für´s Kicken schlechten Stelle versenkt. Hier war der Boden um das Schlammloch so rutschig, dass das Kicken sich als Abenteuer gestaltet hat. Mit der originalen Zündung hätte ich zwar vier bis fünf mal richtig auf den Hebel treten müssen, jedoch war der Erfolg auch viel besser gewesen.

Wir haben versucht die Zündung so gut wie möglich auf die kleine BMW-Sportenduro einzustellen. Im Fahrbetrieb hing der Motor auch wesentlich besser am Gas als mit der originalen Hallgeberzündung. Doch in unserem Fall ist es sehr wichtig, dass die Maschine schnell, sauber und sicher, auch in unwegsamem Gelände, anspringt. Da ich mit der Einstellung der Zündung sehr viel Zeit verbracht habe und dies nicht zu dem gewünschten Erfolg führte, werde ich jetzt kapitulieren und meine Energie in eine saubere und leichte Anlasser-Lösung stecken.

Wenn möglich möchte ich für die harten Einsätze im Gelände keine originalen Bosch oder Valeo Anlasser benutzen. Der Bosch Anlasser benötigt meiner Meinung nach viel zu viel Power zum Starten und der Valeo Anlasser neigt immer mal wieder dazu seine Magnete zu verlieren. Hier gibt es schon viel bessere und stärkere Lösungen, die laut Aussagen und Beschreibungen in diversen Foren viel leichter sind.

Auch die Entwicklung im Bereich der Starterbatterien ist nicht stehen geblieben. Wenn man mal die Kosten für den Umbau auf einen Kickstarter mit vernünftiger Übersetzung und einer härteren und stabileren Kickstarterwelle rechnet, dann kann ich mir eine gute und leichte Batterie auch schon was kosten lassen.

Über Informationen und Erfahrungen von Euch würde ich mich sehr freuen.

Infos bitte auf info@enduroboxer.de

Montag, 10. Mai 2010

Gabelumbau

Um unsere BMW-Enduro-Gabel auf einen aktuellen Stand zu bringen und somit auch die Ersatzteilversorgung aufrecht zu halten, entschieden wir uns in dieser Saisonpause die bewährte 40er USD-Gabel gegen eine 48er Gabel der neuen Generation auszutauschen. Somit können wir Engpässe in der Ersatzteilversorgung, die immer wieder auftraten, vermindern und auf aktuelle Produkte der Fahrwerkstechnik zurückgreifen. Die neue WP USD Gabel konnten wir in einem sehr guten Zustand gebraucht aus einer „Husaberg“ demontieren und durch Änderungen am Setting und den Federelementen ihrem neuen Arbeitsplatz anpassen. Um diese Verbesserung mit einem vernünftigen Lenkanschlag und einer guten Handlichkeit durchzuführen, tauschten wir die Originalgussbrücke der Hardenduro gegen eine von uns gefräste Brücke aus.



Die neue stabilere Steckachse ist leichter als die der vorherigen Gabel und verhindert dadurch wesentlich effektiver das Verdrehen der Gabel. Durch den Wechsel von 17mm auf 26mm mussten wir uns nach einem neuen Laufrad umsehen. Unser Gewinner war hier ein Excel Felgenring in Verbindung mit einer gedrehten und gefrästen Radnarbe und 3,5mm starken Speichen. Als Bremsanlage nutzten wir die originale Brembobremsanlage der KTM aus dem Jahre 2008. Bremsbeläge und Scheibe bezogen wir wieder von Lucas TRW aus Neuwied.




Durch diesen Wechsel auf einen modernere Gabel erhoffen wir uns für die aktuelle Rennsaison ein stabileres Fahrwerk mit einem besseren Feder- und Fahrverhalten.

Donnerstag, 1. April 2010

Hymne auf die Scheibenbremse

Die Saison 2010 steht vor der Tür, jetzt wird es Zeit, dass auch ich wieder Hand an meine BMW-Sportenduro anlege... Wie ich bereits in den Foren verkündet habe, bin ich mit der Trommelbremse nicht mehr ganz zufrieden. Ich hatte im letzten Jahr mehrere Bremsbacken und HPN-Bremsseile verschlissen und musste feststellen: Wenn`s drauf ankommt, wenig Wirkung.

Für jedes Rad hatte ich schon einen eigenen Bremsbacken, um den Verschleiß zu minimieren, jedoch war es beim Bremsseil nicht möglich, dieses in der schlammreichen Saison 2009 dauerhaft gängig zu halten. Oft konnte ich nach einer halben bis dreiviertel Stunde schon feststellen, dass das Bremsseil wieder hing, da mein Bremshebel nicht mehr in die Grundposition zurückging. Auch der Verbrauch stieg natürlich mit der schleifenden Bremse, was mich zu einer häufigen Kontrolle des Benzinstandes zwang.



Da ich auf meiner Expeditionskuh schon eine Scheibenbremsanlage montiert habe, kenne ich wohl die Vor- und Nachteile. Eine Bremsanlage, die gut funktioniert, ist mir persönlich lieber als eine Trommelbremse. Letztere ist zwar leichter, funktioniert jedoch oft nur schlecht und ist durch den hohen Verschleiß genau so teuer wie die Scheibenbremse, die in Sand und Schlamm die Bremsbeläge nur so frisst.

Ich habe versucht, das Bremsseil vaselinetechnisch und mit einem Gummi an beiden Seiten der Seele zu dichten und zu schützen, doch trotz aller Bemühungen mussten wir das zugekaufte Spezialbremsseil alle zwei Rennen wechseln. Nach dem ersten Einsatz konnte man es immer noch mal in Gang setzen, aber nach dem zweiten Mal fahren war es dann völlig am Ende und fest mit dem Mantel vereinigt. Künftig wird meine Hauptaufgabe nach dem Betrieb die Kontrolle der Bremsbeläge und des Bremsflüssigkeitsstandes sein. Sonst hatte ich noch nach jedem Einsatz die Trommel und die Backen reinigen müssen.

Der Umbau ist zwar nicht so billig, da ich für dieses Projekt andere Felgen benötige und ich mit den alten trommelgebremsten 18 Zöllern eigentlich zufrieden war, aber so ist es eben. Ich hatte während der Aufbauphase viele nette Leidensgenossen, die mir immer wieder zu einer Verwirklichung der Light-BMW mit Scheibenbremse geraten hatten, jedoch ist es wie im richtigen Leben – und jeder muss einfach selbst seine Erfahrungen machen.



Da ich auf keinen Fall die vergleichbar seltenen und teuren 18“ Felgenringe mit 40 Speichen wollte, konnte ich nicht auf die Sportfelgen der Edeltuner HPN oder auf modifizierte originale Radnabe zurückgreifen. Da war dann schon das erste große Problem: Es musste eine Radnabe her, am besten noch so beschaffen, dass man einen Standardfelgenring – wie er bei den Sportenduros verbaut ist – fahren kann.
Den Rest konnte ich mit gebrauchten BMW- und KTM- Teilen verwirklichen.

Für einen solchen Umbau ist schon ein bisschen Geschick gefragt. Erst wollte ich den kurzen Endantrieb des 800er 2Ventilers, der schon auf der Kuh verbaut ist, für den Scheibenbremsumbau abändern und einen Gehäusedeckel des Endantriebs der älteren BMW K -Generationen adaptieren. Die Bremszange und Bremsscheibe hatte ich schon aus unserem Gebrauchtteillager entnommen. Als Bremspumpe soll eine Fußpumpe von Brembo aus einer 08er KTM mit integriertem Bremsflüssigkeitsbehälter ihren Dienst verrichten. Der Anbau der Bremspumpe ist nicht so dramatisch, man muss sich nur den Hebel und Winkel des Bremshebels gut überlegen. Je näher man mit der Bremspumpe an den Drehpunkt des Fußbremshebels kommt, desto direkter wird die Bremswirkung – und umgekehrt. Die Bremsleitung stammt wie immer aus dem SM-Brakes-Programm, hier ist die Länge ziemlich leicht zu ermitteln, gut ist ein gekröpfter Ringanschluss. Der Austausch des Gehäusedeckels hätte noch ein wenig Energie gefordert, da der erste Kraftakt schon das Trennen des Gehäusedeckels vom Endantrieb wäre.
Doch ich hatte mich entschieden, den Endantrieb nicht zu zerreißen und lieber durch den wesentlich kürzeren 37/11 Winkeltrieb der moderneren 850er 4 Ventil BMW GS zu ersetzen.



Das einzige Problem, das bis dato noch nicht behoben ist, stellt der starke Verschleiß der Bremsbeläge dar, dem ich, wie schon die österreichische Enduroschmiede, mit vollen Bremsscheiben entgegentreten möchte. Jedoch die Bremsscheiben ohne die Löcher herstellen zu lassen, erweist sich als recht teuer und muss deshalb erst während oder nach dieser Saison erledigt werden. Ich hoffe, dass ich anderen interessierten Schraubern mit dieser Hymne auf die Scheibenbremse weiterhelfen kann.

Donnerstag, 19. November 2009

Neue Klasse in der IGE

Ab dem nächsten Jahr gibt es in der IGE eine Klasse 05 Battle of Twins (ohne Hubraum) für Einzelfahrer ab 18 Jahren (Stichtag ist der 31.12.2009), in der ihr mit eurem Boxer an Wettbewerben teilnehmen könnt!

Wenn ihr Interesse habt, dann schreibt euch ein unter:

http://www.igeonline.de

Ich hoffe auf viele Teilnehmer, damit wir diese Klasse in der IGE auch langfristig für euch erhalten können!

Freitag, 11. September 2009

NEU: SWT Sports-Shirts

Exklusive SWT Sports-Shirts - mit dem eigenen Namen auf der Rückseite! Für nur 35.- Euro zu bestellen unter info@butzner-motorradreifen.de