Das
Erzberg Rodeo 2024 war wieder einmal ein Highlight in unserem
Motorsport-Kalender. Mit unserem klassischen BMW-Motorrad,
einem treuen Boxer, gingen wir in der Zwei-Zylinder-Klasse an den Start.
Unsere grüne Waffe hat sich erneut bewährt und ließ die Herzen der
Zuschauer höher schlagen. Trotz des starken Starterfeldes, das mit
einigen äußerst konkurrenzfähigen Enduro-Fahrern ausgestattet war,
zeigte unser Motorrad seine Fähigkeiten auf dem herausfordernden
Terrain.
Guiseppe Leppi und Manuel Schad beim Erzberg 24
Das Erzberg Rodeo ist jedoch weit mehr als nur ein Rennen.
Es ist ein großes Zusammentreffen von Motorrad-Enthusiasten aus aller
Welt. Während der Veranstaltung konnten wir viele sympathische Kontakte
knüpfen und uns mit Gleichgesinnten austauschen. Besonders beeindruckend
war die After Race Party, bei der wir mit Größen wie Patrick Neisser
und Antoine Meo im Ducati-Zelt feiern durften. Solche Begegnungen machen
die Veranstaltung zu einem einzigartigen Erlebnis, das über das Renngeschehen hinausgeht.
Antoine Meo Ducati mit Manuel Schad von SWT-SPORTS
Ein weiterer spannender Teil unseres
Abenteuers war die Teilnahme am Rocketride, bei dem wir erneut mit
unserem klassischen Boxer antraten. Die Atmosphäre war elektrisierend
und die Herausforderung war groß. Dieses Jahr war besonders
bemerkenswert, da es aufgrund des massiven Vandalismus beim Sturm auf
Eisenerz möglicherweise die letzte Gelegenheit war, an einem derartigen
Event teilzunehmen. Umso mehr schätzten wir die Möglichkeit, unser
Erlebnis mit der Kamera festzuhalten und die Erinnerung an dieses
denkwürdige Rennen für die Zukunft lebendig zu halten.
Der Sturm auf Eisenerz beim ErzbergRodeo 2024
Heinz Kinigardner und Manuel Schad von SWT-SPORTS
Ein weiterer
Höhepunkt war der Einsatz unseres BMW-Motorrad-Gespannes, das mit Fahnen
geschmückt und einem Motorradreporter im Beiboot ausgestattet war. Dies
verlieh unserem Auftritt einen festlichen Charakter und machte uns zum Teil
des großen Festzugs, der die Veranstaltung umrahmte. Insgesamt war
das Erzberg Rodeo 2024 ein unvergessliches Erlebnis voller
Herausforderungen, spannender Begegnungen und unzähligen schönen
Momenten. Wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren Teil
dieser großartigen Gemeinschaft von Motorradliebhabern zu sein und die
Faszination des Motorsports zu erleben.
Natürlich hat der Besuch von Manuel
Lettenbichler aus Kiefersfelden nicht viel mit unserem EnduroBoxer
Portal zu tun. Doch Andreas Lettenbichler, sein Vater, war ja im BMW
MOTORRAD MOTORSPORT TEAM. Somit sehe ich da doch wieder einen
Zusammenhang. Durch den engen Kontakt mit SIMO KIRRSI konnte ich den
„kleinen Lettenbichler“ auch damals als Kind schon mal kennen
lernen.
Manuel Lettenbichler beim Training mit dem Nachwuchs
Der zweite Platz, den der Junge Letti
vor zwei Wochen am Erzbergrodeo 2019 erzielte und die Führung in der
WESS (World Enduro Super Series) sind für so einen jungen Sportler
einfach nur eine Weltklasseleistung.
Diese Frage wurde ihm mehrfach gestellt. Beim nächsten mal wird's das oberste Plätzchen auf dem Podium.
Manuel mit seinen noch frischen 21
Jahren dann mal live auf unserem Motorsport Areal vom MMC SCHWEINFURTan der Schwarzen Pfütze zu sehen, war einfach eine klasse Erfahrung
für mich und die anderen Besucher.
DieIGE (Interessengemeinschaft Enduro)
ermöglichte dieses Training. Im Rahmen des Jugendtrainings lud die
IGE den jungen Athlet ein. Neben den zahlreichen Jugendlichen waren
auch ihre Eltern und viele weiter Fans von nah und fern angereist.
Manuel Günster als Trainer beim Sommercamp
Als Co-Trainer half Manuel Günster,
der auch einen weiten Weg hatte, und extra aus Österreich angereist
war.
Zahlreiche IGE Mitglieder beim Sommercamp 2019
Familiäres Zusammensein beim Sommercamp in Rottershausen
Auf der Strecke hatten wir eine total
familiäre Stimmung. Und bei den Erklärungen waren die beiden
Manuel´s immer ruhig und gelassen. Aus meiner Erfahrung als Trainer
ist mir klar, wie schwer dies manchmal ist.
Die Superendurostrecke auf dem Motorsportareal bei Oerlenbach
Es ist einfach toll, den Kids bei ihren
Erfolgen zu zu sehen. Sie hatten an diesen zwei Tagen so viele
Fortschritte erleben dürfen. Und zwei solche Kaliber als Trainer ist
doch einfach ein Traum.
Eine tolle Truppe beim Sommercamp in Schweinfurt
Manche dieser Hindernisse hätte ich
mich selbst mit meiner Sportenduro nicht und schon gar nicht mit dem
BOXER getraut, einzufahren.
Sehr geil wie die Jungs sich steigern konnten
Helm ab vor den Kids und toll, dass
Manuel Lettenbichler und Manuel Günster sich die Zeit genommen
haben.
Ein Erkundungsflug mit PILOT FELIX BAUMGÄRTNER am Erzberg
Natürlich hatten auch wir uns besonders für den Berg aus Eisen vorbereitet. Wie schon im Vorbericht zu lesen war, wurden von uns Modifikationen am BMW Motorrad EnduroBoxer durchgeführt. Doch LIVE sieht alles immer ganz anders aus.
Mit dem BMW MOTORRAD BOXER am ERZBERG 2016
Am Mittwoch spät Abends sind wir in Richtung Österreich aufgebrochen. Wir hatten ca. 600 km Anreise. Um 4:00 Uhr Morgens schlugen wir unser Lager vor den Pforten des Erzbergareals auf. Kurz nach 7:00 Uhr gaben die Sicherheitsdienste die Stellung auf und ließen uns einfahren. Im Paddock des Erzberges war dann schnell ein geeignetes Plätzchen für unser Basislager gefunden. Direkt vor den Sanitäranlagen. Was sich im nachhinein als sehr interessant und bequem erwies.
Der Erzberg liegt in Mitten einer wunderschönen Natur
Als wir uns eingerichtet hatten, konnte ich gleich zur Abnahme. Dort wurden wir alle fotografiert und wir durften brav den Haftungsverzicht abgeben. Gleich darauf folgte die technische Abnahme. Diese Hürde war auch blitzschnell gemeistert. Ich muss sagen für die Masse an Startern waren die zwei Stunden bei der Anmeldung nicht zu lange.
In der Arena beim EnduroCross 2016
Rund um die Erzberg-Arena konnte man einige Firmen antreffen. Zum Beispiel hatte Haibike, die übrigens auch aus Schweinfurt kommen, einen riesigen Stand. Mit einem Haibike – Downhill – Bike konnten Simo und ich das erste Mal den Berg begutachten. Ja, richtig gehört, der dreifache ERZBERG-PROLOG – SIEGER war auch vor Ort. Wir trafen uns, um über die bevorstehende ENDUROBOXER Tour zu reden. Mit dem 8.000 Euro teuren Bike hatten wir sehr viel Spaß und konnten einiges am eisernen Giganten anschauen.
Der Donnerstag ging dann schneller um als gewollt und Abends war nur noch die Fahrerbesprechung, die für mich wichtig war.
Beim Vorstart des Prolog´s am Erzberg
Am nächsten Morgen war mir etwas flau im Magen, denn das war der Tag auf den wir seit Oktober hin arbeiten. Mit der Startnummer 1206 war ich jedoch erst am Nachmittag am Start. So nutzte ich die Zeit und drehte mal mit einer E-KTM ne Runde auf dem Pacour der Erzbergarena. Die Dinger haben echt Dampf! Um 12:00 Uhr begannen wir, uns auf den Prolog vorzubereiten. Die Wartezeit im Vorstart kam einem brutal lange vor. Aber meine BMW-Enduro fand viele Bewunderer. Wir wurden ganz ganz oft angesprochen, was für uns die Zeit etwas schneller vergehen ließ. Am Start musste ich mit anhören wie sich der klassische Boxer quälte. Es tat mir in den Ohren weh, ihn in solche Drehzahlen zu treiben. Nach den ersten beiden Kehren war dann auch schon die Sicht vorbei. Staub, Staub und nochmal Staub. Ich gab viel, doch nicht alles, denn das Ziel war, dass ich noch lebend zu meiner Frau und den Kindern komme. Während ich den Schatten hinterher fuhr, durfte ich nach dem Überholen des Vorausfahrenden immer mal wieder die Sonne erblicken. Die Strecke zog sich. Es waren sehr viele enge und für die Geschwindigkeit anspruchsvolle Passagen eingebaut. Die Kuh durfte nur noch digitales Fahren erleben. Es gab Vollgas oder es wurde massiv negativbeschleunigt.
Voll konzentriert im ProLog beim Erzbergrodeo
Im oberem Fünftel hatte ich es dann ganz versaut, ich hatte den Boxer mit dem Endantrieb zwischen zwei sehr große Muldenkipper Reifen gesetzt.
Dieser Fehler war nicht zu verzeihen. Nur mit sehr viel Kraft konnte ich das Rad aus der Falle befreien. Mir war klar, dass das kein Glanzergebnis war. Nach dem Lauf fuhr ich direkt in die Arena. Hier konnte ich mit dem klassischen Enduro – Boxer sehr viele Fans finden.
Die Rote wurde sehr oft fotografiert und wir erhielten ganz viel Lob.
Der PROLOG beim ERZBERG 2016 mit dem Boxer
Außergewöhnliche Strecke beim Prolog mit dem BMW Motorrad am Erzberg
Abends gab es wieder eine Fahrerbesprechung mit vielen geilen Aufnahmen direkt vom Fahrtag.
Samstagmorgens war mir klar, nach der durchregneten Nacht kann es gar nicht so viel stauben wie am Vortag. Schnell wurde die 2-Ventil GS fit gemacht und wir bewegten uns gezielt zum Vorstart. Doch diese Idee war wohl Programm und die Wartezeit multiplizierte sich. Doch werbewirksam war die Wartezeit schon. Es gab wieder sehr viel Interesse an dem Zweiventil – Boxer, vor allem von den italienischen Passanten. Die konnten oft nicht glauben, was sie da sehen konnten. Wir beide wurden oft abgelichtet. Vor dem Start hatte ich das Boxertriebwerk etwas warm laufen lassen. Somit wollte ich einen Defekt am Boxermotor verhindern.
Voll konzentriert griff ich den Berg an. Die Kurven lagen mir viel besser als am Vortag. Die Sicht war klasse. Wenn ich nicht ein Rennen fahren müsste, dann hätte ich wunderschöne Blicke in die herrliche Natur Österreichs genießen können. Auf dem Weg zum Gipfel durfte ich wieder an einigen leichten Einzylindern vorbei segeln. Es hat mir einfach total viel Spaß gemacht und ich wäre gern nochmal mit dem Boxer nach oben gefahren. Mit dem 9. Platz in der Zweizylinderklasse bin ich zwar nicht ganz zufrieden, doch es kommt ja wieder ein Erzbergrodeo und dann habe ich vielleicht die Chance, meine Fehler auszubügeln und kann mich noch gezielter vorberieten. Ein ganz großer DANK geht an meine Truppe, Elmar, Tony und Gabi und an mein Frau, die das alles immer so erträgt!
Das Erzbergrodeo in Eisenerz ist einer der Extremevents in der Rennsaison. Das letzte Mal hatte ich 2007 Angriff auf den Berg aus Eisen gemacht. Danach war für mich klar, dass ich sowas eigentlich nicht mehr
brauche. Durch die vielen Starter, die den Berg bezwingen wollen, ist es eine Extrem-Veranstaltung der Superlative. Hier ist nicht nur das fahrerische Können gefragt, sondern auch Ausdauer im Umgang mit
Mitmenschen. Wir hatten damals recht laute Nachbarn, die das Rennen am Eisenberg nur zum Feiern nutzen wollten. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Rennen ist sehr lange und somit muss man sich mit viel Geduld
in die oft langen Schlangen stellen und warten können. Doch komischerweise habe ich mir im letzten Oktober gedacht, wenn nicht jetzt, wann dann. Die Idee war, mit der BMW SWT Enduro dort an den Start zu gehen.
Der kleine 860ccm Boxer kann ziemlich viel und steht hoffentlich den leichten Sportenduro´s von KTM, Husaberg, Husqvarna und Co im PROLOG in nichts nach. Natürlich ist es nicht das Ideal für den Erzberg, doch es soll doch auch ein Kick dabei sein.
Langer Endantrieb vom 4-Ventiler für den kleinen Boxer
Die Idee war geboren, jetzt geht es an die Umsetzung des Ganzen. Die BMW ist mit einem sehr kurzen Winkelgetriebe ausgerüstet. Das 37:11 wird gegen das 32:11 getauscht. Das Federbein hinten etwas nachgelassen und die Gabel maximal herausgezogen. Somit wollen wir unserem steilem Lenkkopfwinkel entgegen arbeiten und die Kuh in der Spur stabil machen.
Gabel maximal durchgesteckt für besseren Geradeauslauf
Vor fast zehn Jahren hatte ich gleich in der zweiten Kurve beim Prolog einen Durchschlag, was mir den vorderen Schlauch gekostet und die Felge zerstört hat. Um einen solchen Schaden auszuschließen bin ich bei
Joachim Liebl von MEFO TIRES und MEFO MOUSSE vorbei gegangen und habe zusammen mit ihm nach einer Lösung gesucht. Die Firma MEFO hat mir für meinen Auftritt in Austria einige Reifen zur Verfügung gestellt. Unter anderem zwei Arten der neuen MEFO ENDURO EXTREME Reifen. Am Erzberg können wir diese Reifen bestimmt auf Herz und Nieren prüfen.
Die MEFO REIFEN für den ERZBERG - CHECK
Die Jungs von RPM Hesselbach, die sich immer sehr herzlich um unsere Motoren kümmern, haben mir die Kuh auf eine für die Höhe angepasste Vergaserbedüsung abgestimmt. Somit möchte ich verhindern, dass ich an den letzten Kehren zum Gipfel nur noch 6PS vom BOXER TRIEBWERK abrufen kann.
Bei den Testfahrten wurde schnell festgestellt, dass bei schnellem Fahren auch eine größere Bremse von Vorteil wäre. Diese habe ich kurzerhand aus der weißen Rallye BMW ausgeliehen.
Speichencheck an der Wettbewerbs-BMW-Enduro
Alle Schrauben wurden nachgezogen
Das Setting wurde angepasst
Was mein persönliches Ziel in Österreich sein soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich möchte schon ganz gern mit meinem BOXER am Sonntagmorgen im Kessel stehen und die ersten Steilauffahrten bezwingen. Falls wir uns diesen Traum verwirklichen können, wird natürlich das Setting wieder auf den normalen Rennmodus umgestrickt und im Bedarfsfall die Übersetzung schnell wieder an die Enduro und Bergsteigerverhältnisse
angepasst.