Mittwoch, 14. Mai 2014

Schlammschlacht mit dem BMW Motorrad ( Typ. SWT-SPORTS GS ) in Marisfeld

Sehr rutschiger Untergrund

Das KTM Adventure Land Marisfeld lud zum 3. IGE Lauf der Saison ein. Die  SWT-SPORTS BMW konnte just am Freitag vor dem Rennen wieder repariert werden. Da die Schwinge, die wir im Einsatz haben, nicht dem der originalen entspricht mussten erst wieder zwei Aluminiumschwingen vorbereitet werden. An diesen Gussschwingen wurden die Federbeinaufnahmen modifiziert. Somit ist es möglich, einen breiteren und höheren Reifen zu montieren und zu fahren. Der Endantrieb sowie viele weitere Teile des Wettbewerbs – Boxer ´s wurden geprüft.

Mit dem BMW SWT-SPORTS Motorrad an durch die Hinternisse

Am Samstag beim Start lief noch alles klasse, ich konnte mit meiner roten Kuh ganz gut an den italienischen Sportenduro´s dranbleiben. Doch mehr als der 2. Platz wäre illusorisch gewesen. Der Kampf gegen die Aprilias war hart, da der Boden durch leichten Regen noch viel rutschiger als vorher wurde. Die Strecke in Marisfeld gehört schon von Anfang an nicht zu meinen Favoriten, obwohl ich hier einen meiner ersten IGE-Läufe fuhr. Ich musste ständig schauen, dass mir der Boxer nicht von der Strecke gleitet. Mein Betreuer, Elmar (Niggo) zeigte mir noch zwei Runden an. Doch in der Mitte der vorletzten Runde war es soweit. Nach einem als Hinderniss benutzten Table, der von der Seite angefahren wurde, blieb die GS einfach stecken. Sie blockierte die ganze Spur. Es war nichts mehr zu machen. Der Motor konnte sie nicht mehr nach vorne bewegen. Also blieb mir nichts anderes übrig als sie über den Zylinder an den Rand der Rennstrecke zu ziehen. Nach längerem hin und her und mit Hilfe meines Schraubers und dem Betreuer konnten wir den Fehler erkennen. Eine Schraube blockierte das Hinterrad. Diese hatte sich am Winkeltrieb gelöst. Doch helfen musste ich mir selbst. Zu allem Überfluss ging die Inbusschraube nicht aus der Felge. Mit einer guten Idee von Elmar, die Schraube mit Dreck an die Felge zu kleben, konnte ich den EnduroBoxer dann doch noch in die Box bringen. Mir wurden zwar 500 Strafpunkte aufgelegt, doch die Punkte für die Meisterschaft werden mir geschrieben.

Die Sicht durch die Brille war nach wenigen Runden unmöglich

Am Sonntag Morgen, das Problem vom Vortag war bereits repariert und vergessen, ging es wieder daran, am Gashahn zu drehen. Sven Roth auf seiner KTM gab das Tempo an. Ihn zu kriegen stellte sich als unmöglich da. Doch der zweite Platz wäre drin gewesen. Doch nach über der Hälfte der Fahrzeit wurde der rechte Zylinder immer lauter. Die Leistung ging dagegen in den Keller. Die Strecke war so schlammig und schmierig, dass die Kuh aussah wie ein paniertes Schnitzel, was eine Fehlerdiagnose vor Ort unmöglich machte. Fakt ist, dass am rechtem Zylinder mit dem Auslassvenitl was nicht stimmt. Nach der Demontage war  alles klar. Der Schlamm hat das Triebwerk so heiß werden lassen, dass sich ein Sitzring gelöst hat. Also war der Rennabbruch die einzig richtige Entscheidung. Alles andere wäre teuer geworden.

Feuchte Verhältnisse für den EnduroBoxer von SWT-SPORTS

Keine Kommentare:

Kommentar posten