Dienstag, 7. Oktober 2014

Finallauf der IGE an der „Schwarzen Pfütze“ Schweinfurt

Mit Schwung über die Baumstämme an der Schwarzen Pfütze
Am letzten Wochenende war der MMC Schweinfurt der Gastgeber der IGE (Interessengemeinschaft Enduro) . Auf dem Areal des Motorsport Mainfranken Club Schweinfurt wurde im Vorfeld sehr viel Arbeit geleistet. Die Strecke musste massiv für diesen Lauf umgesteckt werden. Es waren sehr viele fleißige Hände am Werk. Ein Steinfeld, Holzstämme, eine Treppe, eine Betonwand und Betonrohre, alles wurde mit in diese IGE – Strecke eingebunden. Mit den angrenzenden Wiesen konnte der Verein einen Ausgleich zur anspruchsvollen Strecke schaffen. Doch auf den am Hang liegenden Grünflächen war höchste Vorsicht geboten, denn der Untergrund war steinig und glatt. In der ehemaligen Kiesgrube wurden zwei Steilauffahrten und eine brutale Abfahrt eingebaut. Für beide Auffahrten gab es wie auch beim Enduropacours ( Steinfeld / Holzstämme ) Umfahrungen.
EnduroPark an der Schwarzen Pfütze bei Schweinfurt
Diese „Chickenways“ wurden mit Schildern gekennzeichnet. Als zweiter Vorstand des MMC Schweinfurt und als Rennleiter hatte ich in den Wochen vor dem Rennen schon sehr viel um die Ohren. Zwei Wochen vor dem Termin steigerte sich dieser Arbeitseinsatz und die Anspannung noch sehr. So war bei mir der Akku beim Samstagslauf um 15:00 Uhr schon ziemlich leer. Hier wurde ich spontan, damit ich den Lauf war nehmen konnte, von einem Vereinskollegen (danke nochmal an Christian) vertreten.Ich konnte feststellen, wie schwer die Hindernisse unseres Rundkurses waren. 
BMW SWT-SPORTS Enduro im Einsatz
Die BMW von www.SWT-SPORTS.de wollte nicht über die Betonrohre ohne diese dabei zu kontaktieren. Auch die Stämme machten sich immer wieder an meinem doch hoch liegenden Motor bemerkbar. Die zwei Stunden gingen wie im Flug vorbei. Runde um Runde wurde ich schneller. Doch so richtig „frei“ konnte ich nicht fahren.
Immer wieder musste ich an die Verantwortung denken, die auf meinen Schultern lastete. Auch die ganzen grünen Geländewägen, die die Strecke und die Fahrer beobachteten fielen mir am Streckenrand immer wieder auf. Nach einigen Platzkämpfen mit den kontrahierenden Aprillia´s wurde für mich nach diesem anstrengenden Finallauf der Platz 4 freigehalten.
Für mich war dieser Platz, trotz Heimstrecke, völlig OK. Denn ich hatte keine Verletzungen im Rennverlauf erlitten. Am Abend konnte wir noch bis in die späte Nacht feiern und uns über die tolle Strecke freuen.
Steile Auf- und Abfahrten beim IGE Finale
Sonntags Morgen sah ich dann schon richtig müde aus. Die Nacht war kurz, viel zu kurz. Doch die Arbeiten vor dem ersten Lauf mussten getätigt werden. Somit wurde am Schlaf und der Ruhe gespart. Der Start musste von 09:00 Uhr auf eine Stunde später geschoben werden, da der Notarzt sich verspätete.
Jörg auf seiner HPN BMW
Am Start hatte ich noch richtig Spaß, doch wenige Runden später musste ich spüren, dass das ständige Anschlagen am Motor doch Auswirkungen hatte. Der Antrieb fühlte sich immer rauher an. Dies kam durch einen defekten Motorbolzen zustande. Die Titanstange konnte diese Belastung nicht aushalten. Doch durch diesen Defekt ließ ich mich nicht aufhalten. Ich kämpfte weiter, Platz um Platz, bis ich vom 6. Platz auf den 3. Platz fuhr. Kurz konnte ich sogar den 2. Platz für mich beanspruchen. Doch dann war es soweit. Der Ventiltrieb wurde deutlich lauter, die Crossstiefel waren mit Öl überzogen. Der 2-Ventil-Boxer -Motor hatte ein Leck. Der Ausfall war komplett. Leider konnte ich dieses Rennen nicht zu Ende fahren, doch war die Veranstaltung auch für mich klasse.

Ein DANK an alle fleißigen Helfer!!!!!
OHNE EUCH hätten wir dieses Rennen nicht organisieren können.

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