Montag, 9. August 2010

Kuppeln ohne einen Seilzug zu bewegen

Sicher kann man sich über die Vor- und Nachteile einer hydraulischen Kupplung streiten. Der Sinn oder Unsinn eines solchen Umbaus muss aber dennoch nicht immer durch Fakten erklärt werden. Für mich waren immer gleichmäßiger Druckpunkt und konstanter Betätigungsdruck wichtig.
Während den Fahrten im Gelände hatte ich immer wieder verschmutzte Kupplungszüge auszutauschen, da sie zunehmend schlechter zu betätigen waren. Auch der original BMW Kupplungshebel ist für den Geländeeinsatz nicht die erste Wahl - er ist viel zu lang und ergonomisch schlecht greifbar.
Oft muss für einen Wechsel der Armatur der Kupplungszug geändert werden. Ein großer Schwachpunkt war auch die Manschette am Getriebe zwischen Ausrückhebel und Gehäusedeckel. Diese Manschette wurde im Gelände sehr schnell defekt und das Getriebeöl trat aus.



Der gesamte Umbau auf eine hydraulische Kupplung erwies sich nicht gerade als Schnäppchen, jedoch hat es sich für mich auf alle Fälle gelohnt. Mit der Kupplungspumpe aus dem Hause Magura, die mir ja unter anderem schon von den KTM Modellen bekannt war, komme ich sehr gut klar. Außerdem gibt es hierfür auch eine große Auswahl von Zubehörhebeln. Der Kupplungsnehmer wird extra für uns hergestellt und die Leitung passen wir dem Kundenmotorrad entsprechend an.



Bei guter Pflege und durchdachtem Einbau, damit meine ich, dass die Leitung vor Steinen und Ästen geschützt, verlegt wird, gebe ich der Kupplung an einem BMW Motorrad ein langes Leben. Der Anbau an die BMW ist recht einfach, da der Kupplungsnehmer einfach in das Getriebe gesteckt wird und mit zwei Keilen fixiert ist. Die Armatur war dann auch in wenigen Minuten gewechselt und nach dem Verlegen der Leitung musste man nur noch entlüften. Auch dies wird mit einer von Magura gelieferten Spritze zum Kinderspiel und schon kann es losgehen!

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